Konzept Naturschutzherde Karawanken

Konzept Naturschutzherde Karawanken

In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten wird die Grünlandwirtschaft auf Extremstandorten (insbes. Magerwiesen und –weiden in Steillagen, schlecht erreichbare Standorte usw.) zunehmend aufgegeben. Aus der Sicht des Naturschutzes gehen dadurch besonders wertvolle Kultur­landschaftbiotope verloren, die erhebliche Bedeutung für die Artenvielfalt haben und auch für das traditionelle Erscheinungsbild der Landschaft sehr wesentlich sind.

Das Projekt „Naturschutzherde Karawanken“ verfolgt den Ansatz, für bestehende viehhaltende Betriebe zusätzliche Anreize zu schaffen, Fremdflächen in ihrer Nähe zu beweiden. Besonders dafür geeignet sind extensiv wirtschaftende Viehhalter von gefährdeten Tierrassen, da sich hier Biotopschutz und Generhaltung ideal ergänzen.

Im Rahmen dieses Projekts konnten einige Betriebe identifiziert werden, die bereit wären, bei Bereitstellung einer hütesicheren Zäunung, an einer Pilotmaßnahme teilzunehmen und ihre Schafe auf Brachflächen aufzutreiben. Ob aus dieser Form der Reaktivierung von Weidebiotopen ein Erfolgsmodell werden kann, wird sich erst in den nächsten Jahren in der Praxis erweisen.

Auftraggeber Arge NATURSCHUTZ - (Projekt im Rahmen des INTERREG IV A Programms Slowenien – Österreich )
Bearbeitungszeitraum 2010